Immer mehr Familien schließen sich zur Planung ihres Bauvorhabens mit anderen bauwilligen zusammen. So entsteht eine Baugruppe. Die besteht meistens aus 20-50 Leuten, die eine Bauherrengemeinschaft stellen.
Diese Baugruppe leitet dann im Verbund mit Architekten und Baumeistern den Bau ihres Wohnblocks oder anderer Immobilien. Das bedeutet zum einen, dass man tatsächlich der Bauherr ist. Man muss den schwankenden Preis für die Baustoffe bezahlen, man muss akzeptieren dass es nicht alles so schnell läuft, wie am Anfang vereinbart, man muss sich damit auseinandersetzen, wie die einzelnen Gebäude strukturiert sind.
Natürlich ist genau das auch der positive Aspekt an der Sache. Auch wenn demokratisch abgestimmt wird, ob die Fenster einen hölzernen Rahmen oder einen aus Metall bekommen - wo hat man sonst schon Mitspracherecht bei der Strukturierung seines Innenhofes? Oder der Wahl der Fassade? Verständlich, dass sich viele Familien um diese Variante bemühen.
Ein Problem ist, dass so eine Gemeinschaft aus vielen Leuten besteht. Wenn einer davon abspringt, muss sich die Baugruppe bemühen, einen Ersatz zu finden. Finden sie in relativ kurzer Zeit keinen neuen Investor, dann müssen sie den Interessenten nehmen, der ihnen von der Bank zugeteilt wird.
Wer träumt nicht davon? Schließlich ist eine eigene Blockhütte die Erfüllung der kühnsten Hausbesitzer-Träume. Ein Haus haben viele, Immobilien zum Vermieten auch - aber wer besitzt schon eine eigene Blockhütte?
Bevor mit dem Bau des Holzhauses geliebäugelt werden kann, müssen erst einige Kriterien erfüllt werden. Wo soll das Grundstück stehen? Eine Blockhütte mitten in einer Reihenhauskolonie hat zwar einen nicht zu leugnenden Charme, verfehlt jedoch den Grundgedanken “näher an der Natur” um einige Kilometer. Wer sich aber einen Platz im Wald suchen möchte, der muss zuallererst an der Forstbehörde und der Gemeinde vorbei. Ein Grundstück im Wald zu erwerben ist normalerweise mit einigem bürokratischen Aufwand verbunden, also rechtzeitig informieren!
Als zweiter Schritt ist die Bauphase zu bewältigen. Soll selbst gebaut werden, oder wollen Sie für ihr zukünftiges Ausflugsziel ein Unternehmen beauftragen? Gerade Freizeit - Immobilien sind ja eine Anlage, die mit der richtigen Strategie einiges an Geld einbringen können - vorausgesetzt, Sie haben keine allzu hohen Reparaturkosten!
Sollten Sie tatsächlich selbst Hand anlegen wollen, so empfiehlt sich ein Kurs in Sachen Blockhüttenbau. Zum Beispiel findet sich ein Mensch im Odenwald, der Seminare in dieser Richtung anbietet. Der ist sogar zertifiziert. Das bringt Ihnen jetzt weniger was, sollten sie sich in Hamburg befinden (auch wenn ich mich frage, wo da die Blockhütte…) aber es zeigt schon mal, dass solche Seminare existieren. Wusste ich auch nicht.
Egal ob selbstgebaut oder im Auftrag - Eine Blockhütte ist eine Überlegung wert!
Zu einem erfolgreichen Bau gehört ein zünftiger Abschluss - Ein Richtfest stellt sicher, dass die lieben Bekannten vom Bau erfahren und gleichzeitig den Handwerkern Respekt gezollt wird.
Die Hausfinanzierung ist (mehr oder weniger) gesichert, der Rohbau steht und mit dem letzten Balken des Dachstuhls liegt das Gröbste hinter uns. Jetzt ist es Zeit für ein Richfest. Das findet tagsüber am nachmittag statt, auf jeden Fall zur Arbeitszeit, damit die Arbeiter dabeisein können.
Eingeladen werden alle, die sich am Bau beteiligt haben. Der Architekt kann genauso zum Richtfest kommen, wie die Leute, die die Mauer gebaut haben. Wer möchte, kann auch seine Freunde und Bekannte einladen, die sollten dann ein kleines Gastgeschenk für den Bauherren mitbringen.
Nach einem Umtrunk hält der Bauherr dann eine kurze (!!!) Rede und richtet einen lobenden Richtspruch in Richtung Arbeiter. Danach darf er den letzten Nagel in den Dachstuhl schlagen. Auf einem richtigen Richtfest folgt noch ein Richtschmaus, damit alle vollends zufrieden sind.
Ein schöner Brauch, wie ich finde! Auch wenn man das Haus nicht vollständig neu baut, sondern ein Fertighaus hinstellt, sollte man nicht auf ihn verzichten. Schließlich freuen sich die Handwerker immer, wenn ihnen gezeigt wird, dass man ihre Arbeit zu schätzen weiß.