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Fertighaus vs. Massivhaus

Autor: Richard
abgelegt in: Ratgeber

Heute solls um die Frage gehen, welche Art von Haus man sich zulegen möchte. Wenn das Grundstück gekauft, die Daumen gedrückt und die Kredite aufgenommen sind, bleibt immer noch die Frage: Fertighaus oder Massivhaus?

Laut einem Artikel des Handelsblattes von 2006 ist in den letzten Jahren ein Boom in Sachen Fertighäuser zu verzeichnen, es wird ein weiterer Anstieg der Marktanteile für Fertighäuser prognostiziert.

Ein Fertighaus hat tatsächlich eine Menge Vorteile:
Da wäre erstmal die schnellere Bauzeit. Außerdem ist der Bau eines Fertighauses schon sehr oft geprobt worden, die Arbeiter wissen genau, welches Stück wohin passt und alles ist aus einem Guss. Die Bauphase beim Fertighaus sollte also auf viel weniger Probleme stoßen als beim Eigenbau, da sich hier nur eine Firma mit Bauteilen aus nur einer Fabrikation betätigt. Diese werden übrigens in extra dafür temperierten Hallen hergestellt, es gibt also weniger Probleme mit schlechter Witterung beim Bau und die Abstimmung der einzelnen Teile des Hauses untereinander ist besser.

Weiterhin werden die Häuser extra im Hinblick auf moderne Bedürfnisse wie Energiesparen designt, so dass es in den meisten Fällen nicht mehr nötig ist, sich da selbst drum zu kümmern. Nicht viel kümmern ist das nächste Stichwort - ein Fertighaus kommt erstens billiger und wenn man sich um einen Fertighaus-Berater bemüht, auch stressfreier. Der nimmt einem nämlich die Behördengänge ab und überprüft das Vorankommen der Baustelle.

Neben diesen Vorteilen hat ein Fertigbau nicht von der Hand zu weisende Nachteile:

Der niedrige Preis kommt des Öfteren zustande, weil an wichtigen Dingen wie Dämmung oder robustem Baumaterial gespart wird. Außerdem bietet heutzutage fast jeder ein Fertighaus an, sogar Tchibo hat eines im Angebot und wenn man es ganz billig haben möchte, kann man sich ein Fertighaus aus Polen liefern lassen. So kann man sich ohne intensive Beratung nie ganz sicher sein, ob die Fertighaus-Firma seriös ist.

Auch die Gewährleistungssituation bei Fertighäusern ist unglücklich - nicht selten kommt es vor, dass die Baufirma während des Baus pleite geht und alle Gewährleistungsansprüche verpufft sind. Dazu kommt noch, dass Fertighäuser meistens ohne Keller geliefert werden (kann Probleme mit der Feuchtigkeit geben) und die Wände oft Probleme mit der Wärmeisolation haben.

Also lieber doch alles selber machen? Hm… Bei Massivhäusern ist zuerst mal der Eigenaufwand um ein Vielfaches höher.

Behördengänge, Abstimmung der einzelnen Firmen aufeinander, Abstimmung mit dem Architekten, Abstimmung… man ist koordinatorisch viel mehr gefragt, weil viele Arbeitsabläufe kontrolliert werden müssen.

Dafür bietet ein Massivhaus, wie der Name schon sagt, eine massivere Bauweise. Diese Häuser halten generell länger und bieten optimalen Schutz gegen die Witterungen. Auch eröffnen sich dem Häuslebauer größere Individualisierungsmöglichkeiten, weil er, einen genügend dicken Geldbeutel vorausgesetzt, dem Architekten alle seine persönlichen Wünsche aufdrücken kann.

Die Wände sind meist besser isoliert, was auch dazu führt, dass der Schallschutz in einem frei gebauten Haus besser ist. Die Gewährleistungssituation ist angenehmer, weil verschiedene Firmen beteiligt sind, die alle individuell haften. Die Nachteile sind wie gesagt massiver Eigenaufwand, längere Bauzeit, höhere Kosten und ein ziemlicher Stress.

Für Leute, die sich schnell ein Haus bauen wollen, an das sie nicht allzu hohe Ansprüche haben, bieten Fertighäuser eine preiswerte Alternative zur klassischen Art des Hausbaus. Den klassischen Bau sollte man in Betracht ziehen, wenn genügend Geld und Zeit vorhanden ist. Die Qualität der Fertighäuser auf dem Markt wird dabei immer besser - man sollte sich mit der Entscheidung auf jeden Fall auseinandersetzen und für sich überlegen, was einem lieber ist.


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  1. Massivhaus schreibt:

    Also ich habe mich für ein Massivhaus entschieden. Hier überwiegen eindeutig die Vorteile. Ich hoffe ich werde meine Entscheidung nicht bereuen.

  2. wolle schreibt:

    und ich scheu die hohen und unter umständen nicht ganz kalkulierbaren baukosten… für mich kommt nur ein fertighaus in frage - liegt aber sicher auch daran, dass ich a) nichts selbst machen will und b) mich um möglichst wenig kümmern möchte.

  3. Ich schreibt:

    Wir wohnen in einem Massivhaus ( BJ 2000 ) und haben vor ein anderes zu Bauen. Es kommt aber wieder NUR Massivhaus in Frage!

  4. tata schreibt:

    Also ich werde demnächst auch bauen. Für mich kommt eigtl. nur ein Fertighaus in Frage. Zum Einen die kurze Bauzeit, die überschaubaren Kosten und die auf das Haus abgestimmten Innerein wie Technik, Heizung,…

    Zum Anderen: Es gibt mittlerweile viele und seriöse Firmen die FH in Massivbauweise anbieten UND sogar durch reine Architektenhäuser den individuellen Touch bieten wie ein Massivhaus “Stein auf Stein”.

  5. peter schreibt:

    Fertighäsuer billiger? Dann bauen sie mal mit Weber oder Schwörer. Da kommt ihnen die Massivbauweise mit Sicherheit günstiger! Aber: Gerade bei guten Fertighausbauern(die man übrigens ganz einfach am Preis und dem Ruf erkennt) trifft KEINER der oben genannten Nachteile zu!

  6. jetbundle schreibt:

    Der Artikel ist ziemlich sehr flach.

    Die Hauptprobleme bei Fertighaeusern sind garnicht erwaehnt: Die mieserable Laerdaemmung (man hoert manchmal jede Tuer, jede Schublade und jedes Wasserlassen ueberall im Haus), geringe Waermekapazitaet und somit schlechtes Wohnklima und hohe Temperaturschwankungen, die Probleme schlichtweg Dinge an den Waenden zu befestigen, das Risiko von Insektenbefall, die Schwierigkeiten bei Um- und Ausbauten sowie der schnelle Wertverlust.

    Und ein Massivhaus kann man auch vom Bautraeger kaufen, oder einen Architekten mit allem beauftragen. Somit ergibt sich da kein extra Stress.

    Ohnehin hat der reine Rohbau nur einen geringen Anteil an den Gesamtkosten, bietet aber die Substanz fuer den Rest. Hierbei zu Sparen bedeutet am falschen Ende zu sparen.

  7. Gustav schreibt:

    Der ganze Artikel ist sehr flach. Früher durften die Armen die massiv gebauten Häuser trockenwohnen und so an Tuberkulose erkranken. Das reiche Volk ist erst eingezogen, nachdem das Haus endlich trocken war. Und das ist ein sehr großer Vorteil der Fertighäuser. Diese werden nämlich in trockenen warmen Hallen hergetellt und regnen nicht über Monate hinweg voll. Bis diese Feuchtigkeit aus den Massivhäusern ist, dauerts ewig und solange ists auch nicht wirklich wohnlich.

  8. Marc schreibt:

    Beim Fertighaus ist noch ein Nachteil, dass man bereits vor dem Hausbau wissen muss wo jede Steckdose und Schalter liegen soll. Die Leerrohre dafür werden ebenfalls in der Werkshalle vormontiert, so dass während dem Bau kein Einfluss mehr genommen werden kann.

    Was mich bei der Recherche genervt hat (ich hatte viele persönliche Gespräche und war auch im Musterhauspark in Wuppertal), ist dass kein Fertighausbauer mir wirkliche Argumente vorgebracht hat warum ich mit ihnen bauen sollte. Also jetzt mal unabhängig vom Preis. Jeder sprach von einer “perfekten Gebäudehülle”. Nur warum sollte man günstig bei “Fingerhuthaus” oder teuer bei “Schwörer” bauen?

    Am Ende geht es doch wie so oft nur um die Innenausstattung. So zumindest meine Erfahrung.

    Wir überlegen jetzt mit “Viebrock” massiv zu bauen. Die sind auch preislich oben angesiedelt, aber dafür garantieren sie eine Bauzeit von 3 Monaten.

    Das mit dem schnellen Bauen ist sowieso Wunschdenken. Alleine durch die Behörden und Anträge wird ein Bau meist weit aus stärker verzögert als der Bau selbst. Und ob ich jetzt 6 Monate mehr Miete zahle oder nicht ist ja im Grunde Wurst, wenn es um 200.000,- EUR und mehr geht.

    Blöd ist es nur, wenn man wirklich komplett selbst baut / die Gewerke in Auftrag gibt. Dann kann es passieren, dass man mit einem Handwerker in einen Rechtsstreit gerät und dadurch der Bau stark verzögert wird. Das war bei einer Bekannten der Fall. Dort ist der Rohbauer insolvent gegangen. Das war vom Geld her kein Problem, weil das immer nach Abschluss der Arbeiten gezahlt wurde, aber bis man erstmal aus dem Vertrag raus war und klar war, dass der Dienstleister nichts mehr liefert, verging einige Zeit. Es ist ja nicht gleich so, dass wenn eine Firma pleite ist, dass man aus dem Vertrag raus ist.

    Also selbst wenn man genug Budget hat, kann man nicht mal eben zu einem anderen schwenken.

    Aber solche Risiken hat man immer. Genauso gut kann morgen die Wohnung abfackeln und man hat keinen Hausstand mehr. Und damit man an sowas nicht zu Grunde geht, muss man sich eben versichern. Oder man hat genug Budget und kann es aussitzen ;)

    Aber unabhängig von Massiv- oder Fertigbauweise: Achtet lieber mehr darauf, dass Euer Haus zu einem Null-Nebenkosten-Haus wird (also z.B. Heizen mit Luft/Wasser/Wärmepumpe also im Winter mit Strom, aber das wieder ausgeglichen mit Photovoltaik, usw.). Das ist viel wichtiger als alles andere. Ich gebe dem Gebrauchtmarkt noch 30 Jahre, danach wird keiner mehr Häuser kaufen, wo man Strom- oder Heizungskosten hat und das wirkt sich dann entsprechend schlagartig auf den Wert der Immobilie aus.

    Gruß

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