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Bestandsmieten steigen für 2012 – allerdings nicht so hoch wie gedacht

Autor: Richard
abgelegt in: Mietwohnungen

Zum Ende des Jahres 2011 wurde der Mietindexspiegel veröffentlicht und die Nachricht ist für Mieter größtenteils positiv: die Bestandsmieten sind nicht so hoch gestiegen, wie gedacht, wobei die regionalen Unterschiede dann doch happig sind.

Dem F+B Institut nach stiegen die Mietpreise 2011 gerade einmal um 1%, das jedoch nur im Durchschnitt, denn je weiter die Wohnungen im Norden oder Ostens Deutschlands liegen, desto höher waren dort auch die Nettomieten im Vergleich.

Im Norden stiegen die Mieten höher

In Norddeutschland stiegen die Mieten um 2,2% an, in Ostdeutschland immerhin noch um 1,3%, vergleicht man das mit 0,5% in Bayern, muss der ein oder andere wohl doch etwas schlucken.

Schuld daran sind vor allem die Großstädte wie Berlin und Hamburg, deren Bestandsmieten wohlweislich seit ein paar Jahren stetig ansteigen, was vor allem in Berlin, wo die Grundeinkommen deutlich niedriger, als etwa im Hamburg oder München sind, für Unmut sorgt.

An der Spitze der hohen Mietpreise stehen jedoch immer noch München und Stuttgart, sowie deren umliegenden Ortschaften, wo man auch mal 9,58€ pro Quadratmeter an Kaltmiete bezahlen muss. Da bezahlen Mieter also über die Hälfte mehr, als anderswo in Deutschland, was durch das generell höhere Einkommen jedoch auch selten ein Problem darstellt.

Hohe Mieten, gute Wirtschaft?

Der Geschäftsführer von F+B Michael Clar sieht hohe Mieten jedoch als gutes Zeichen an, denn wo der Arbeitsmarkt gut ist, ziehen auch die Leute hin, der Wohnraum wird also besetzt und die Mieten steigen durch die Anfrage an.

Eine kleine, etwas ungewöhnliche Eigenheit weist Berlin mit der Art der Mietwohnungen vor, deren Bestandsmieten steigen: normalerweise im unteren Kostenbereich angesiedelt, stiegen dort auch die Mieten für Altbau an und zwar beachtlich. So zahlten Bewohner ganze 5,2% mehr, als noch im Vorjahr, Neumieter mussten also tiefer in die Taschen greifen, als ihre Vorgänger.

Der geringere Anstieg der Bestandsmieten ist also für die derzeitigen Mieter ein Grund zum Feiern, sicher aber nicht für die Prognosen des Jahres 2011, denn nach Clar bedeutet das auch, dass Deutschland 2011 nicht so wirtschaftsstark war, wie erhofft.

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